Mittwoch, 09. September 2009 um 17:14 Uhr
In diesem Jahr ist die OGS glückliche auserwählte Schule für ein Projekt, das vom Landesprogramm „Kultur und Schule“ finanziell unterstützt wird.
Nach langer Suche haben wir die Filzkünstlerin Sigrid Schwarzenberger aus Reichshof Branscheid für ein Projekt an unserer Schule gewinnen können. Sie filzt schon seit über zehn Jahren und hat bei Filzkünstlern im In- und Ausland Erfahrung gesammelt. In Reichshof Branscheid betreibt sie die FilzKunst Wekstatt „Manum“. Ein wichtiger Aspekt für die OGS war außerdem, dass sie selbst auch Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern gesammelt hat.
Organisation des Projektes
Das Projekt umfasst 40 Einheiten à 1,5 Stunden, es zieht sich also durch das gesamte Schuljahr. Um mit den Kinder intensiv arbeiten zu können, wird eine Gruppengröße von 8 Kindern angestrebt. Die jeweilige Gruppe hat so die Möglichkeit, sich in einem Zeitraum von ca. 5 Wochen intensiv mit ihrem Teilprojekt zu beschäftigen. Die Gruppengröße und der vorgesehene Zeitraum ermöglicht die Teilnahme aller OGS-Kinder zumindest an einem Teilprojekt. Die Kinder aus allen Jahrgangsstufen können dabei integriert werden.
Die Idee
Zu Beginn eines Teilprojektes lernen die Kinder die Technik des Filzens kennen, indem jedes für sich selbst ein kleines Tier herstellt, welches als Erinnerung an das Projekt mit nach Hause genommen werden kann.
In der nächsten Phase werden mit der Gruppe bekannte Orte aufgesucht (Spielplatz, Wald, Weiher, Dreslers Park, Bücherei, etc.). Dort schauen sie sich aufmerksam um. Anschließend überlegen sie, was sie für diesen Ort filzen könnten. In den folgenden Einheiten werden die Überlegungen in die Tat umgesetzt. Zum Ende eines Teilprojektes werden die fertigen Arbeiten an die dafür vorgesehenen Orte gebracht.
Was haben die Kinder davon?
Die überschaubaren Einheiten sind bewusst gewählt worden, da sich die meisten Kinder nach Erfahrungen der BetreuerInnen nicht für einen längeren Zeitraum auf ein Projekt festlegen lassen. Die Arbeit in einem Projekt ist vielseitig. Sie beschränkt sich eben nicht nur auf das Filzen.
Durch diese stadtteilbezogene Arbeit lernen die Kinder ihre Heimat/Umgebung mit anderen Augen zu sehen. Die Wahrnehmung wird gefördert. Sie lernen ihre Umwelt aktiv zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und werden aus der Passivität gelockt. Sie lernen, dass es Freude machen kann und sich lohnt, die Lebensumwelt positiv zu beeinflussen. Hier wird ein wesentlicher Lerneffekt erzielt, der sich über das Jungendlichen- bis hin zum Erwachsenenalter auswirken kann.
Ein weiterer wichtiger pädagogischer Aspekt ist, dass die Kinder Ideen entwickeln können, sie lernen ein Projekt in Gemeinschaft zu planen und es durchzuführen.
Nicht zuletzt sollen die Kinder auch Spaß am Arbeiten mit einem unbekannten Material und dessen Verwandlung und Verwendungsmöglichkeiten haben.




