Dienstag, 01. September 2009 um 13:37 Uhr
Es ist uns sehr wichtig, dass wir die Würde des Kindes achten, es in seiner Freude am Lernen bestärken und auf seine individuelle Lernentwicklungsfähigkeit eingehen. Dazu gehört, dass wir den Lernentwicklungsstand eines Kindes umfassend feststellen und kontinuierlich im Blick behalten (Eingangsdiagnostik, Förderpläne , Lernstudio).Dabei erkennen wir jedes Kind als Individuum an und holen es, seinem Leistungsstand entsprechend, ab.
Die verschiedenen Lernwege der Kinder machen es unabhängig von der Arbeitsform im Klassenzimmer erforderlich, dass sie nach unterschiedlichen Forder- und Förderplänen arbeiten. Dafür haben wir an unserer Schule ein Lernstudio unter der Leitung der Sozialpädagogin.
Hier wird in partiell äußerer Differenzierung oder in Doppelbesetzung, als Tandem, in der Klasse integrativ gefördert, um Defizite in der Schulfähigkeit in der Schul-eingangsphase auszugleichen. Der Anteil der Kinder, die eine 3- jährige Eingangs-stufe benötigen, soll damit deutlich verringert werden.
Innerhalb des Unterrichts werden teilweise unterschiedliche Lerngruppen gebildet. Diese sind abhängig von dem Lernfortschritt und dem aktuellen Lernstand der Kinder.
Wir haben die Möglichkeit der äußeren Differenzierung durch Fördergruppen in den Bereichen "Wahrnehmung, Konzentration und Motorik".
Die Motorik wird unterschieden in drei Teilbereiche. Die Grobmotorik, die Feinmotorik und die damit einhergehende Graphomotorik. In diesen Bereichen, wird nach vorhergehender Eingangsdiagnose, in einer feststehenden Fördergruppe in mehreren Stunden wöchentlich gefördert, um den Kindern eine Festigung der basalen Fähigkeiten zu ermöglichen. Darüber hinaus erfolgt in gesonderten Förderstunden eine Förderung im Bereich des Lesens.
Die im Handlungsrahmen zur Umsetzung des § 4 AO-GS des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein beschriebenen Kompetenz-, Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche der Sozialpädagogischen Fachkraft kommen den Schülerinnen und Schülern bei ihrer individuellen Förderung zu Gute und unterstützen die Lehrkräfte in ihrem Unterricht (Innere Differenzierung – Äußere Differenzierung) nachhaltig.
Lernstudio im Jahrgang 1 und 2
Aufgrund der an unserer Schule eingesetzten sozialpädagogischen Fachkraft ist es möglich, an unserer Schule das Lernstudio im Rahmen einer äußeren Differenzierung durchzuführen.
Das bedeutet, dass an jedem Wochentagen Kinder mit festgestellten Lern- und Verhaltensdefiziten neben der Förderung im Klassenverband für jeweils zwei Wochenstunden aus der Klasse herausgezogen und in einer eigenen Lerngruppe zusammengefasst werden. Dies können sowohl Kinder der Klasse 1 als auch der Klasse 2 sein.
Die Inhalte orientieren sich an den jeweiligen Lern- und Förderplänen der Kinder.
Der Unterricht stellt ein ganzheitliches Lernen in den Mittelpunkt.
Festes Element ist das Erwerben und Festigen von Grundelementen des schulischen Lernens Konzentration, Aufmerksamkeit, Ausdauer, Zuhören können und Kontrolle über die aktuellen individuellen Bedürfnisse.
Die Verweildauer im Lernstudio ist für 2-3 Monate angelegt und wird nach 6 Wochen überprüft. Die Entscheidung darüber treffen die Mitglieder des Flex-Teams.
Eine längerfristige Förderung in diesem Rahmen ist bei Bedarf bis zu der Hälfte der Unterrichtszeit möglich.
Die Eltern werden in den Lernprozess eingebunden. Sie werden über die Lernausgangslage ihres Kindes sowie die entsprechenden Förderschwerpunkte informiert, erhalten begleitende Rückmeldung während der Förderphase und werden bei erfolgreichem Abschluss über die weitergehenden Lernschwerpunkte aufgeklärt.
Der Lernfortschritt wird in einem entsprechenden Förderplan dokumentiert.
Der Bereich der besonderen sprachlichen Förderung findet neben der Verbalisierung in den Unterrichtsphasen in zusätzlichem Förderunterricht statt.
Lernstudio im Jahrgang 3 und 4
In den Jahrgängen 3 und 4 steht keine sozialpädagogische Fachkraft zur Verfügung. Aus diesem Grund sind folgende organisatorische und inhaltliche Schwerpunkte vereinbart:
Die Förderung findet hauptsächlich im Rahmen von innerer Differenzierung in den jeweiligen Klassen statt.
Grundlage für die individuelle Förderung sind die jeweiligen Lern- und Förderpläne, die für die Kinder in der Eingangsphase erstellt und angelegt worden sind und die entsprechend in den höheren Klassen weitergeführt werden.
Die unterrichtliche Mitarbeit, die Arbeitsergebnisse sowie regelmäßig Lernstandskontrollen dienen hier als Instrumente, den Leistungsmöglichkeiten sowie den Förderbedarf festzustellen. Über eine entsprechende Förderung wird in den Teamsitzungen der Klassen 3 und 4 entschieden.
In großen Klassen werden – falls die Rahmenbedingungen es zulassen – die Anzahl der Lerngruppen durch Aufteilung im Deutsch- bzw. der Mathematikunterricht vergrößert und somit die jeweilige Gruppenstärke verkleinert.
Für Kinder mit Migrationshintergrund und sprachlichen Defiziten werden im Rahmen von äußerer Differenzierung (falls möglich) tägliche Förderstunden angeboten, die parallel zum Klassenunterricht stattfinden.
Für Kinder ohne Deutschkenntnisse können Intensivkurse eingerichtet werden, die mit der Sprachförderung der Eingangsphase abgestimmt werden.



